„Die einzige Energieform, die nicht besteuert wird“

Besitzer von denkmalgeschützten Immobilien können ein Lied davon singen. Veränderungen am Gebäude sind oftmals unmöglich oder mit langwierigen Verhandlungen mit den Denkmalbehörden verbunden. Vor dieser schwierigen Aufgabe stand auch Steffen Mirus, der sein 1928 gebautes Haus in der Heppenheimer Innenstadt vor allem auch energetisch sanieren wollte. 4.000 Liter Heizöl pro Jahr für das 215 Quadratmeter große Haus waren ihm einfach zu viel. „Die ersten Reaktionen aus der Denkmalbehörde waren dann auch ablehnend“, erklärt der selbstständige Maschinenbau-Ingenieur von seinen Plänen, vor allem mit Hilfe der Solarenergie seine Energiekosten erheblich zu senken. Hilfe bei seinen Plänen erhielt er von Steffen Zimmermann, der sich mit seiner Firma auf ökologische Heizsysteme spezialisiert hat. Dank eines Indach-Kollektors, der nicht auf dem Dach liegt, sondern das Dach ist (siehe Foto), schafften sie es, die strengen Vorgaben der Denkmalbehörde zu erfüllen. Die gesamte Südseite des Daches ist jetzt ein großer Solarkollektor, der die Wärme der Sonne einfängt und für die Heizung des Hauses und das warme Wasser zur Verfügung stellt. „Ich erhoffe mir Einsparungen von 30 bis 50 Prozent“ erklärt Stefan Mirus. „Gemeinsam mit der Fassadendämmung und der Fußbodenheizung hat er da sehr gute Chancen, dieses Ziel zu erreichen“, bestätigt auch Energieexperte Steffen Zimmermann. Für seine Begeisterung für die Sonnenenergie hat Steffen Mirus übrigens eine ganz einfache, wenn auch ungewöhnliche Erklärung. „Die Sonnenwärme ist die einzige Energieform, die nicht besteuert wird. Außerdem bin ich so weniger auf fossile Brennstoffe angewiesen.“



