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Sonnenwärme auf 1.600 Metern Höhe

Die Soinhütte ist eine Ausbildungshütte der Bundeswehr im Wendelsteingebiet zwischen Sudelfeld und Brannenburg. Sie liegt auf einer Höhe von 1600 Metern und wurde bereits 1940 erbaut. Erreichbar ist sie ausschließlich zu Fuß, Materialien können über einen befahrbaren Almweg und anschließend mit einer Materialseilbahn herangeschafft werden. Das macht es einerseits den Rekruten nicht gerade einfach, aber auch der Bau einer Solaranlage wird nicht gerade einfacher dadurch. Da die Soinhütte in die Jahre gekommen war, musste im Zuge einer statischen, wärmetechnischen und brandschutztechnischen Sanierung die bestehende, defekte Röhrenkollektoranlage mit 360 Röhren abgebaut und durch BUSO-Flachkollektoren mit 48 Quadratmeter ersetzt werden. Die bereits vorhandenen Pufferspeicher und Regeleinrichtungen wurden weiter verwendet. Der tägliche Warmwasserbedarf beträgt 2000 Liter, die Überschusswärme wird zur Heizungsunterstützung in das System eingespeist. Eine technisch besondere Anforderung war es, die Kollektoren so zu befestigen, dass die Schneelasten von 400 Kilogramm pro Quadratmeter sowohl von den Kollektoren, als auch der Unterkonstruktion aufgenommen werden konnten. Die Berechnungen und deren Ergebnisse waren erheblich, doch das Ergebnis überzeugte. Optisch passen die BUSO-Kollektoren und das Prefa-Blechdach gut zusammen, und stellen auch auf einer Almhütte mit sensibler Umwelt - es handelt sich um ein Naturschutzgebiet - und einem landschaftsbezogenen Baustil eine gelungene Lösung dar.