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Heizkosten schrumpfen um fast 90 Prozent

Familie Hund aus Hagnau am schönen Bodensee verdient ihr Geld mit einem Obst- und Weinbaubetrieb. Gleichzeitig bieten die 8 Ferienwohnungen Erholungssuchenden eine Unterkunft. Obst und Wein baut Familie Hund nach umweltschonenden Richtlinien an. Da lag es nahe, jetzt den nächsten Schritt zu gehen und auch die Energieversorgung nach ökologisch auszurichten. Immerhin hat die alte Ölheizung pro Jahr ca. 20.000 Liter Heizöl verschlungen, was nicht nur eine hohe CO2-Belastung für die Umwelt bedeutete, sondern auch ein erheblicher Kostenfaktor für das Unternehmen war. Heute sieht das jedoch völlig anders aus. Die alte Ölheizung hat ihren letzten großen Schluck aus dem Heizöl-Tank längst getan. Das Dach des Betriebes zieren heute 86 Quadratmeter BUSO-Solarkollektoren für die Heizung und das warme Wasser. Zusätzlich gibt es eine Holzhackschnitzel-Heizung, die bei Spitzenbelastungen und natürlich im Winter gefordert ist. Insgesamt drei Pufferspeicher mit fast 13.000 Litern Inhalt sorgen dafür, dass die am Tag gewonnene Sonnenwärme auch am Abend oder an sonnenarmen Tagen noch zur Verfügung steht. Durch den Saisonbetrieb der Ferienwohnungen ist die Anlage besonders effektiv. Denn das große Sonnenangebot im Sommer deckt sich mit dem Bedarf durch die vielen Gäste, die im Sommer hier ihren Urlaub verbringen und natürlich warmes Wasser verbrauchen. Während früher die Ölrechnung ein beträchtlicher Haushaltsposten war, sind die Kosten für die Hackschnitzel verschwindend gering und die Sonnenenergie gibt es ja zum Nulltarif. Um fast 90 Prozent sind die Heizkosten seit der Umstellung auf Sonne und Holz gesunken. Da auf dem Dach der Familie Hund noch Platz war, haben sie auch die übrige Fläche genutzt. Auf 211 Quadratmeter gibt es heute Photovoltaik-Module, die aus der Sonnenstrahlung Strom gewinnen. So wird jeder Quadratmeter des großen Daches effektiv und umweltfreundlich genutzt und durch den Einsatz von so genannten Indach-Kollektoren ist das Dach auch noch ein echter Hingucker geworden. Da ist auch die verantwortliche BUSO-Firma voll des Lobes: „Das Projekt Sonnenhof ist wirklich sehr anspruchsvoll und wir sind sehr stolz darauf. Eine enorme Heizkostenersparnis und die Einnahmen aus dem Sonnenstrom – das passt wunderbar zu einer Öko-Winzerei“, sagt Firmenchef Thomas Zerlaut aus Friedrichshafen.