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UNEO: Towards an International Environment Organzation

Statt des bisherigen UNO-Programms für Umweltschutz fordern die Autoren des Bands „UNEO – Towards an International Environment Organization“ eine UNO-Organisation für Umweltschutz, die aus eigenem Recht und mit eigenem Etat handeln kann – so wie etwa die UN-Organisation für Kultur UNESCO. Untern denen, die eine solche UNO-Organisation als logische Weiterentwicklung mit mehr Einfluss befürworten, ist auch der scheidende UNEP-Direktor Professor Klaus Töpfer. Weit gespannt ist die Palette der weiteren Autoren dieses englischsprachigen Bands, zu denen auch der deutsche Umweltfachmann Ernst Ulrich von Weizsäcker gehört.

 

Ein globales Einflussdefizit sehen die Verfasser der 25 Beiträge für die Umweltpolitik der Vereinten Nationen. Um die großen Aufgaben und Ungleichgewichte in der Umweltpolitik in dieser Welt ausgleichen zu können und auch die moralischen Aspekte und die Nord-Süd-Differenzen angemessen zu behandeln, müsse eine solche einflussreichere Institution dringend auf der Agenda aller Staaten stehen, die der heutigen relativ kraftlosen Klimapolitik des Klein-Klein entgegensteuern wollen.

 

Eine globale Umweltpolitik könne den Einfluss durch wissenschaftliche Erkenntnisse auf die Politik stärken. „Wann wird die Macht auf die Wahrheit hören?“, fragt denn auch Autor Peter M. Haas im letzten Beitrag dieses Bands, zu dem der frühere deutsche Umweltminister Jürgen Trittin ein Vorwort beigesteuert hat. Dafür müsse die Diskussion hin zu einer UN-Organisation für Umweltfragen deutlicher geführt werden, und zwar in der Öffentlichkeit und nicht nur in eingeweihten Kreisen. Erkenntnisdruck solle endlich zu effizientem Handeln führen, so der Wunsch der Verfechter einer solchen schlagkräftigerem UNO-Organisation.

 

Andreas Rechkemmer (Ed.): UNEO – Towards an International Environment Organization. Approaches to a Sustainable Reform of Global Environmental Governance. Nomos Verlag. Baden-Baden. 310 Seiten.

 

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